Geschlechtergerechte Sprache

Warum schreibst du immer Leser*innen u.ä.?

Eines meiner Ziele ist es, auf diesem Blog geschlechtergerechte Sprache zu verwenden, weswegen ich in der Regel das Gendersternchen benutze. Mit dem Gendersternchen heißt es dann zum Beispiel Leser*innen oder Arbeiter*innen. In der herkömmlichen Sprache wird stattdessen meist das generische Maskulinum benutzt. Beim generischen Maskulinum hieße es dann nicht Leser*innen, sondern Leser und nicht Arbeiter*innen sondern Arbeiter. Es wird also der männliche Plural verwendet, gemeint sind aber, so zumindest die Theorie, alle Geschlechter.

Ich finde es wichtig, durch den Zusatz von …*innen Frauen nicht nur implizit mitzumeinen, sondern das auch explizit sprachlich auszudrücken. Deswegen benutze ich diese Form. Dass es einen Unterschied macht, ob – beispielsweise – von Sängern oder von Sänger*innen geschrieben wird, merke ich, wenn ich selbst Texte lese. Je nach verwendeter Form entstehen teilweise andere Bilder in meinem Kopf, weil Sprache und Denken sich gegenseitig beeinflussen.

Warum nicht einfach ,,Leserinnen und Leser„?

Das Sternchen ist immer wieder eine Erinnerung daran, dass Geschlecht eine sozial konstruierte Kategorie ist. Das Sternchen kann als Platzhalter für alles, was außerhalb des binären Systems von Mann und Frau verortet ist, angesehen werden. Außerhalb des binären Systems stehen beispielsweise Intersexuelle, die durch das Sternchen ebenfalls sprachlich repräsentiert werden.

du benutzt diese Form nicht in jedem Beitrag!

Das stimmt. Als ich begonnen habe, diesen Blog zu schreiben, habe ich nicht konsequent auf diese Sprachform geachtet. Deswegen finden sich sicherlich noch alte Beiträge hier, in denen dann doch das generische Maskulinum verwendet wird. Eine Zeit lang habe ich außerdem statt eines Sternchens einen Unterstrich verwendet, woraus dann die Form Leser_innen wird. Auch heute noch vergesse ich den Stern ab und zu. Ich versuche jedoch, ihn durchgängig zu benutzen.

Ab und zu lasse ich das Sternchen aber auch ganz bewusst weg, nämlich dann, wenn tatsächlich nur von den männlichen Lesern oder den Studentinnen und eben nicht den Studenten die Rede ist. Also dann, wenn nicht alle Geschlechter gemeint sind. Das ergibt sich dann aus dem Inhalt eines Textes.

Offenheit

Ich hoffe, dass ich durch diese Seite alle Fragen klären konnte, die sich vielleicht durch diese nicht allzu geläufige Form stellen. Am Anfang ist es vielleicht ungewohnt, das Sternchen zu lesen. Ich empfehle Offenheit und Geduld. Eigentlich ist es nicht besonders kompliziert.

Was denkst du dazu?