Saisonal kochen: Rhabarbermarmelade.

Letztens habe ich einen wundervollen Vormittag in der Sonne verbracht und vegan gebruncht. So sollten alle Sonntage sein: angefüllt mit Sonnenschein, guter Gesellschaft und leckeren Aromen. Vollgefressen und blendend gelaunt kehrte ich nach Hause zurück. Es war Sonntag, es regnete und in der Küche lag noch Rhabarber.

Seit Tagen quälte ich mich mit der Frage, was ich mit dem leichtfertig erworbenen Rhabarber denn nun tun sollte. Sirup? Oder doch lieber Kuchen? Langsam wurde es Zeit für eine Entscheidung, denn er begann bereits, ein wenig zu altern…

…und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Marmelade! Ich wollte noch einmal diese köstlich säuerliche Note an meinem Gaumen spüren, die ich gerade vorher beim Brunchen kennen gelernt hatte.

Sofort googelte ich nach passenden Rezepten. Letztendlich habe ich ein eigenes Rezept kreiert, weil mir viele Zutaten fehlten. Dabei habe ich mich grob an diesem Eintrag von Chefkoch.de orientiert, jedoch einige Änderungen vorgenommen. Die Marmelade gefällt mir sehr gut und deswegen wird es an dieser Stelle wohl mal wieder Zeit für etwas Hausfrauencontent. :)

Zutaten für drei mittelgroße Gläser Rhabarbermarmelade

  • etwa 450g Rhabarber (nach dem Schälen gewogen)
  • eine halbe Banane
  • 200g (Rohrohr-)Zucker
  • 1/2 TL Agar-Agar
  • Zitronenschale von einer Zitrone, entweder frisch gerieben oder getrocknet

Zubereitung

Den Rhabarber grob schälen (ich habe mit der Hand die Streifen abgezogen), waschen und in Scheiben schneiden. Die Rhabarberscheiben und den Zucker in einem Topf miteinander vermischen. Abdecken und 1 – 2 Stunden ziehen lassen.

Wenn die Zuckermischung durchgezogen ist, wird es Zeit, die Gläser vorzubereiten. Damit nichts schimmelt, müssen sie sterilisiert werden. Das könnt ihr entweder im Backofen machen, oder aber so wie ich: Ich habe die Gläser und die Deckel alle in einen großen Topf getan, der wiederum mit kochendem Wasser gefüllt war. Wenn die Gläser sich 20 Minuten komplett in diesem heißen Wasser befinden, sollten alle Bakterien abgetötet werden.

Nun die halbe Banane in Scheiben schneiden und zum Rhabarber und Zucker in einen Topf tun. Die Zitronenschale hinzufügen. Alles erhitzen und mindestens fünf Minuten kochen lassen. Wenn es fünf Minuten gekocht hat, den Agar-Agar hinzufügen.

wichtiger Hinweis zum Agar-Agar

Bitte bitte bitte achtet darauf, den/das Agar-Agar richtig zu dosieren! Benutzt auf keinen Fall mehr als einen halben Teelöffel. Das Geliermittel ist wirklich sehr wirksam und ich musste schon mal eine ganze Ladung Marmelade entsorgen, weil sie so fest war, dass ich sie nicht mehr aus dem Glas bekommen habe. Lasst euch auch nicht davon irritieren, dass die Marmelade beim Einfüllen noch komplett flüssig ist. Es geliert erst beim Abkühlen.

(Davon abgesehen könntet ihr natürlich auch ganz normalen Gelierzucker benutzen und den/das Agar-Agar weglassen. Ich hatte bloß keinen Gelierzucker zu Hause.)

weiter geht’s mit dem Rezept

Wenn der/das Agar-Agar eingefüllt wurde, alles noch mal sorgfältig umrühren und kurz weiter kochen lassen.

Damit es keine Stückchen in der Marmelade gibt, mit einem Pürierstab einmal alles pürieren, wie bei einen Smoothie. (Solltet ihr Stücke in der Marmelade mögen, lasst ihr diesen Schitt natürlich aus. Aber wer mag schon stückige Marmelade? :D)

Und schon folgt der letzte Schritt: Füllt die heiße Marmelade in die vorbereiteten sterilen Gläser. Die gefüllten Gläser werden dann auf den Kopf gestellt, idealerweise knackt dabei der Deckel.

Das war’s auch schon. Geht ziemlich schnell und ist trotzdem irgendwie eine besondere Marmelade, die sich auch gut verschenken lässt.

Habt ihr noch weitere Ideen für Rhabarber? Ich bin da irgendwie etwas unkreativ und würde mich über Anregungen freuen, weil ich den Geschmack eigentlich sehr mag. Ansonsten: Genießt den Sonntag. :)


Lust auf mehr Rezepte? Hier geht’s zur Rezeptübersicht.


 

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