Von Adidas bis Zalando – bei wem kaufen?

Average Unicorn hat eine Blogreihe zum Thema Nachhaltigkeit. Im März soll Klamottenkonsum das Thema sein. Da ich oft darüber nachdenke, mache ich gerne mit und teile hier meine Gedanken zum Thema.

Kleidung kaufen mit gutem Gewissen?

Feste Regeln, was ich wo kaufe, habe ich nicht. Ich verbiete mir kein Geschäft prinzipiell. Das passt so nicht in mein Leben und ich finde es auch eher weniger hilfreich. Ich bin einfach kein Fan von Challenges. Es geht mir darum, mich in die richtige Richtung zu verändern und zwar dauerhaft. Grundsätzlich allerdings versuche ich mich an folgenden Grundlagen zu orientieren:

  • Viel Second Hand kaufen. Meine Quellen sind da hauptsächlich Kleiderkreisel und der tolle Mädchenflohmarkt. Beides kann ich nur empfehlen. (Neuerdings auch Tauschbasare.) Mit Second Hand Läden hatte ich bisher nicht so viel Glück – vielleicht kommt das ja noch.
  • Aussortierte Sachen gebe ich an Freund*innen weiter oder verschenke sie anderweitig. Anders herum zeigt mir meine Schwester manchmal ihre aussortierten Sachen und für mich ist noch etwas dabei. Ein paar meiner liebsten Oberteile habe ich von meiner Mitbewohnerin geerbt.
  • Generell sortiere ich in letzter Zeit auch weniger aus, weil ich meine Kleidung mag. Eher schmeiße ich mal ein Teil weg, weil es wirklich nicht mehr zu reparieren ist. Basics und Schuhe trage ich wirklich inzwischen, bis sie auseinanderfallen.Das liegt aber auch ein bisschen daran, dass ich Schuhe kaufen hasse. Außerdem habe ich Quadratlatschen und eine Fehlstellung im Fuß. Nicht leicht, da etwas zu finden. Manche Schuhe gibt es auch in meiner Größe nicht und es ist dann immer mit viel Stress verbunden, etwas ordentliches zu finden. Das liegt auch daran, dass es viel zu wenig schöne Frauenschuhe gibt, die keinen Absatz haben. Absätze wiederum produzieren mir spätestens nach dem zweiten Tag Rückenschmerzen, sind also keine Option. Die Schuhe ohne Absätze sehen meistens viel zu sehr nach Oma aus, als dass ich sie tragen würde. (Nichts gegen Omas. :))Es ist mir schleiferhaft, dass das Angebot an schönen und praktischen (Damen-)Schuhen so unglaublich schlecht ist. Es gibt nur schön oder praktisch. Wenn ich mich im Freundeskreis so umhöre, gibt es da auf jeden Fall Bedarf.

    Eigentlich würde ich außerdem gerne auf Lederschuhe verzichten, aber bisher habe ich keine Alternative dazu gefunden. Billigtreter von Deichmann haben mich mit ihrer miserablen Qualität wirklich enttäuscht, und so kaufe ich im Moment zähneknirschend meistens Lederschuhe. Oft gebraucht, dennnoch zähneknirschend und eigentlich unzufrieden mit dieser Lösung.

    Ups, das ist wohl ein kleiner Exkurs über Schuhe geworden. Den würde ich gerne abschließen mit der Festellung: Nein, nicht jede Frau geht gerne Schuhe kaufen und Mario Barth könnte auch gerne auf Nimmerwiedersehen dorthin verschwinden, wo er hergekommen ist.

  • Wenn ich für einen einzelnen Abend mal besondere Schuhe, ausgefallenen Schmuck oder etwas ähnliches benötige, leihe ich mir das.
  • Ich kaufe nicht für einzelne Anlässe. Das lohnt einfach nicht. Letztens war ich auf einem Abiball eingeladen und habe es dann so gelöst, dass ich mir ein Kleid geholt habe, was ich mit einer anderen Strumpfhose und Schuhen auch gut im Alltag tragen kann.
  • Generell finde ich es eine sinnvolle Praxis, auf Lieblingsteile zu setzen. Seit ich viele außergewöhnliche Sachen , habe ich auch weniger Bedarf, mir ständig welche zu kaufen, weil ich die Klamotten, die ich habe, wirklich sehr mag, weil alles an ihnen passt.
  • Das heißt auch: Qualität ist wichtig. Eine gute Passform ist wichtig. Sich wohlzufühlen, ist wichtig. Nicht in biligen Stoffen zu schwitzen, ist wichtig. Es ist wichtig, dass ein Winterpulli auch richtig warm hält.Das sollten ja eigentlich logische Dinge sein, aber bei vielen günstigen Klamotten stimmen wirklich solche einfachen Dinge nicht, die sich über die Zeit dann doch bemerkbar machen. Viele Winterpullis sehen z.B. flauschig aus, wärmen aber nicht und bringen eine trotzdem sehr schnell zum Schwitzen. (Ist mir aufgefallen, als ich im vergangenen Winter dringend einen Pulli brauchte.) Früher habe ich viel schneller etwas gekauft, heute bin ich kritischer. Das Shirt, das so schön aussieht, aber unter den Armen irgendwie komisch sitzt, zieht man im Alltag dann nämlich doch oft nicht an.

Ab und zu erlaube ich mir Ausnahmen. Konsumieren gehört zum Imperativ unserer Wachstumsgesellschaft und so ganz loswerden kann ich das einfach nicht. Modisch gekleidet zu sein und sich ums Aussehen Gedanken zu machen, ist ja außerdem auch viel mit Weiblichkeitsidealen verbunden und meiner Meinung nach entsteht dadurch ein ganz schöner Druck. Das finde ich zwar nicht gut, aber ich kann mich davon nicht immer frei machen und dafür möchte ich mich auch nicht selbst dann noch fertig machen.

Weil es sich bei meinen Kleidungskäufen eher um Ausnahmen handelt, freue ich mich immer sehr, wenn ich mir mal ein neues Kleidungsstück gönne. Ich weiß es zu würdigen und sehe es nicht mehr als normalen Lebensstandard an, ständig neue Kleider zu shoppen, sondern als der Luxus, der es ist. Ich würdige die Arbeit, die dahinter steckt und freue mich sehr daran. Ich bin tatsächlich sehr dankbar dafür. Seit ich mir ein paar Lieblingsteile gegönnt habe, ziehe ich mich manchmal wirklich morgens an und denke: Wie schön, dass ich diesen Blazer mein Eigen nennen kann. Dadurch, dass die hochwertigen Teile mir lange Freude bereiten, verspüre ich auch weniger den Wunsch, neues zu kaufen.

Ihr seht also: Für mich ist gar nicht immer so sehr die Frage wichtig, wo ich etwas kaufe, sondern wie ich kaufe.

Die Art und Häufigkeit meines Klamottenkonsums hat sich verändert und das ist mir alles viel wichtiger als das konkrete Geschäft, in dem ich kaufe. Ich kritisiere die Konsumgesellschaft an und für sich.

Ich habe nicht mehr den Anspruch, mich mehrmals im Jahr zu verschiedenen Jahreszeiten neu einzukleiden und das verändert die Sichtweise.

Onlinebestellungen: eher nicht so mein Ding

Abgesehen von Kleiderkreisel bestelle ich eigentlich kaum online. Ich mag es, Dinge anzuprobieren und den Stoff zu fühlen. Es ist mir mittlerweile sehr wichtig, wie die Oberfläche eines Kleidungsstücks sich anfasst. Und Pakete wieder zurück zu schicken – dafür bin ich irgendwie viel zu faul. 😀

Das ist aber weniger eine ethische Entscheidung als eine persönliche Vorliebe.

Streitfall Primark

Immer wieder wird Primark als Beispiel für Billigmode genannt. Besonders sympathisch war mir Primark nie. Die doch recht große Ablehnung in Ökokreisen speist sich meines Erachtens nach aus der Symbolwirkung. Primark ist das Synonym für Billigmode, die die Innenstädte erobert.

Bis jetzt war ich insgesamt zwei oder drei Mal bei Primark. Anfang 2011 habe ich mir dort für 3 Euro ein grünes Kleid gekauft, das immer noch zu meinen liebsten Kleidungsstücken zählt und jetzt, also nach vier Sommern häufigen Tragens, langsam beginnt, Löcher zu haben. Ich habe schon mehr Geld für Kleider ausgegeben, die schneller kaputt gegangen sind…

Im Dezember war ich in Köln zu Besuch und nach längerer Zeit mal wieder bei Primark. Mein erster Eindruck war Reizüberflutung. Es war so laut, so unordentlich und vor allem so eine unglaublich riesige Verkaufsfläche auf mehreren Etagen. Vieles war aus Polyester, das sich für mich (Allergikerin mit Neurodermitis) sehr unangenehm trägt. (Vielleicht auch nicht leider, sondern ein guter Grund, dort nicht zu viel zu kaufen.) Dazwischen aber doch ein paar schöne und preiswerte Klamotten.

Den Kaufrauschstatus, in den viele dort zu verfallen scheinen, kann ich durchaus nachvollziehen. Von der Architektur der Filialen bis zu den Kassen und der Warenpräsentation und natürlich den Preisen scheint mir alles auf Massenkonsum ausgelegt. Ich war doch erstaunt, wie sehr ich als eigentlich kritische Konsumentin davon mitgerissen wurde.

In Zukunft werde ich Primark eher meiden, außer, ich brauche mal sehr dringend Kleidung und habe gerade sehr sehr wenig Geld.

was mir fehlt: außergewöhnliche Modeblogs

Die Wirkung von Kleidung und Stoffen finde ich interessant, man könnte also sagen, ich mag Mode. Mit einem Modebegriff der bedeutet, acht Mal im Jahr die neuesten Trends vorzuführen, kann ich jedoch wenig anfangen. Das langweilt mich. Für mich geht es vielmehr um Kreativität und individuellen Ausdruck, um ein Spiel mit Erwartungen. Deswegen gibt es auch nur sehr wenige Modeblogs, die ich mir regelmäßig anschaue.

Warum gibt es keine Modeblogs, die viel mehr mit Second Hand arbeiten, die auch mal das gleiche Kleidungsstück mehrmals zeigen, die unabhängiger von Trends sind ohne dabei einfach nur peinlich auszusehen oder sich dann wieder darin zu überbieten versuchen, uncool auszusehen?! (Ja, ich war letztens in Berlin.)

Wenn sich die Modewelt ändern soll, muss sich auch die Kultur darum herum ändern.

Kennt ihr solche Blogs? Ich sehe da irgendwie eine Marktlücke.

Lobend hervorzuheben ist anderskleiden. Viel mehr kenne ich nicht.

für nachhaltige Modeketten

Langsam aber sicher findet sich der Diskurs um nachhaltige und faire Modeproduktion immer mehr im Mainstream wieder. Ich bin dankbar dafür, dass das Bewusstsein langsam zu steigen beginnt finde aber auch, dass es noch vieles zu tun gibt.

Auf Dauer sehe ich übrigens nur einen Weg: Die großen Ketten müssen ihre Politik verändern. Es gibt einfach viel zu viele Menschen, die darauf nicht verzichten wollen, ständig zu shoppen. (Auch, wenn ich das gerne sähe und es durchaus sinnvoll ist, diesen Anspruch, ständig billig shoppen zu können, mal generell in Frage zu stellen.) Außerdem gibt es Menschen, die es sich nicht aussuchen können, wo sie Kleidung kaufen, die einfach das billigste nehmen müssen.

Was ich da für Handlungsmöglichkeiten sehe: Massiven Druck auf die Industrie ausüben. Deswegen unterstütze ich Kampagnen wie Greenpeace Detox oder die Clean Clothes Campaign.

Ich finde, das sind wir den Näher_innen aus dem globalen Süden schuldig: Uns so gut es geht dafür einsetzen, dass es besser wird, über den persönlichen Konsum hinaus.

Daran führt meines Erachtens nach wirklich kein Weg vorbei. Es gibt jetzt ein paar erste Schritte in die richtige Richtung: C&A hat einiges an Biobaumwollsachen und h&m hat mit viel Marketingtamtam recycelte Sachen herausgebracht. Immerhin ein Anfang, aber noch lange nicht genug.

Eine andere Alternative dazu sehe ich nicht. Die Marktmacht der Ketten ist einfach zu groß.

Kleidung kaufen mit gutem Gewissen – ich würde es insgesamt eher Kleidung nutzen mit besserem Gewissen nennen.

Wo kauft ihr Kleidung ein? Wie kauft ihr ein? Wie ist euer Gewissen, wenn ihr Kleidung kauft? Haben sich eure Kaufgewohnheiten verändert? Beachtet ihr sie bewusst? Ich freue mich über Antworten zu diesem wichtigen Thema. Und vielleicht möchtet ihr euch der ja auch anschließen? Hier noch mal der Link zur Blogaktion.


PS: Updates vom Kokon aus Luft gibt es auf auf Facebook oder Twitter.


Credits: Für die Titelgrafik habe ich die Schriftart Typo Grotesk und ein Pattern von XOO benutzt.

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14 Kommentare

  • Ich kaufe nicht bewusster ein als früher, weil ich kaufen einfach nicht gelernt habe. Es war und ist für mich immer mit Anstrengung. ich kaufe daher sehr wenig ein und nur, wenn ich etwas bestimmtes brauche. Deshalb habe ich mit SecondHand bisher auch Pech gehabt. Ich glaube Brauchen & SecondHand klappt nur mit seeehr viel Glück.
    Wenn man allerdings einen neuen Stil sucht und „stöbert“ oder „shoppt“, klappt das sicherlich wunderbar.

    Früher habe ich gerne Modeblogs geguckt, aber irgendwann fing es an mich zu langweilen, weil sich alle immer alles nachkaufen.
    Oder Werbung einbasteln.
    Ich bin Fan von http://love-aesthetics.nl/

    Ansonsten gucke ich nur noch ab und zu Streetstyle-Blogs, z.B. hel-looks
    Die Finnen haben herrlich verrückte Outfits 😀

    • Sabrina sagt:

      Interessant, dass du da mit dem Kaufen anders sozialisiert bist. Ist das für dich ein Verlust? Ich denke mir, für die Welt wäre es ja eigentlich besser, wenn mehr Menschen nicht so shoppingbegeistert wären. :)

      Ja, das mit Second Hand geht mir ähnlich, du hast es erfasst! Wenn ich z.B. schnell ein schwarzes, einfaches Shirt brauche, dann gibt’s das da nicht… Ist wohl wirklich eher etwas für mode- und shoppinginteressierte Leute.

      Den Blog, den du verlinkt hast, gucke ich mir gleich mal an, danke. :)

  • the_fox sagt:

    Ja, Tatsache und ich habe erst jetzt realisiert, dass du auch bei WordPress bist. Du ahst ja so recht mit dem Artikel. Ich hasse große Klamottenkaufhäuser inzwischen auch und versuche sie zu meiden. Ein Secondhand-Modeblog wäre wirklich sehr cool, auch einfach als Beispiel um zu zeigen, was für wunderbare Kleidung einem auf Flohmärkten so zufallen kann.
    Coole Idee :)

  • Lea sagt:

    es gibt viele und sehr gute leder alternativen. Ich trage seit 2 jahren jeden tag ein paar von „vegetarian shoes“ zb.

    • Sabrina sagt:

      Also letztens ging ich in ein veganes Schuhgeschäft hier in Hamburg. Da gab es leider kein einziges Paar in meiner Größe (41). Vielleicht war das Zufall und ich habe einen blöden Tag erwischt, ich weiß es nicht. Ich hätte natürlich online bestellen können, die Marke Vegetarian Shoes sagt mir z.B. auch etwas. Aber es gibt ne Menge Gründe, die mich davon abhalten, Schuhe online zu bestellen und es gab auch kein Modell, was mir so richtig gefallen hat. Wenn ich mehr als 100€ ausgebe, möchte ich schon, dass es mir gefällt. Das ist natürlich der Punkt, wo ich hätte verzichten können bzw meine Ansprüche an das optische herunterschrauben, um meine ethischen Ansprüche zu erfüllen…

      Aber du hast natürlich Recht, es gibt Alternativen und danke für den Tipp. :)Trotzdem finde ich, dass sich da noch etwas mehr tun könnte.

      (Hauptsächlich habe ich das Problem übrigens bei Winterstiefeln. Jetzt habe ich auch welche, die hoffentlich noch lange halten.)

  • Freut mich, dass du dabei bist! :) Schöne Gedanken hast du da aufgeschrieben.
    Wenn du Interesse hast, langfristig bei der Blogger denken nach mitzumachen, melde dich gern bei mir – es gibt z.B. eine Facebookgruppe, in der wir uns über Posts absprechen können.

    Ich muss zugeben, mit gutem Gewissen eigentlich fast nur Lederschuhe zu tragen. In Zukunft möchte ich da noch genauer schauen, was für Leder verwendet wird und wie es verarbeitet wird (denn: auch für 100 € kann man ein paar Schuhe leider nicht als „sauber“ oder ähnliches bezeichnen). Ich habe allerdings auch vorher schon die Erfahrung gemacht, dass Lederschuhe bei mir einfach deutlich länger halten als Stoffschuhe. Meine liebsten Ledersandalen feiern diesen Sommer ihren 10. Geburtstag, so als Beispiel. Mit Taschen und Jacken halte ich es ähnlich: Ich kaufe lieber eine Ledertasche, die ich 10 Jahre oder länger trage, als zig Baumwolltaschen, die ich jährlich oder öfter austausche.

    Bei Primark denke ich auch nicht, dass das Problem darin liegt, sich immer mal etwas dort zu kaufen, schon gar nicht, wenn das aus dringendem Bedarf heraus passiert. Das Problem mit Primark ist das Prinzip „Fast Fashion“ – dass Mode sich mit der Saison abwechselt, wurde ja schon längst über Bord geworfen, bei Primark wechselt die Kollektion jedoch häufiger als monatlich und regt sowohl dadurch als auch durch die Preise dazu an, möglichst oft möglichst viel zu kaufen. Ich habe auch ein paar Primarkteile, die ich entweder 2007 in London oder Second Hand erstanden habe – seh ich nicht als Problem an und das System Primark erhalte ich damit sicher nicht aufrecht :)

    Liebe Grüße
    Maren

    • Sabrina sagt:

      Hi Maren,

      nach meinem Urlaub schaffe ich es nun auch endlich, deinen Kommentar zu beantworten.

      ich denke, ich melde mich dann mal bei dir, denn ich hätte schon Lust, noch mehr zu machen. :) Hier auch noch mal danke für das Organisieren, ich finde das eine gute Sache.

      Mit dem Leder hast du, denke ich, tatsächlich Recht. Viele Ledersachen halten länger. Für mich ist das wirklich so ein Konflikt von Tierschutz und Nachhaltigkeit, gar nicht so leicht. :)

      Auch bei Primark sehe ich das ähnlich. :)

  • Papyrus sagt:

    Puh, ich gestehe nachhaltigen Kleiderkauf habe ich bisher nicht betrieben. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich keine große Shoppingkönigin bin und Kleidung kaufen nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählt. Auch habe ich einen eher ausgefallenen Geschmack, der leider selten bedient wird. Aber irgendwas ist ja immer.
    Selbiges gilt für Schuhe, auch da gehöre ich eher in die untypische weibliche Kategorie. Ich habe andere Hobbies.

    Ich nähe gerne mal das ein oder andere selber. Aber ob ich nun die fertige Kleidung oder den Stoff kaufe, ich denke die Problematik ist die Selbe.

    • Sabrina sagt:

      Puuh, also ich denke auch, dass sich die Überlegung allein auch tatsächlich eher auf die viel-Shopper bezieht. :) Wer wenig Kleidung und eher nach Bedarf kauft, ist dadurch ja schon fast automatisch nachhaltiger und deswegen auch nicht so betroffen von diesen Gedanken. Ich treffe die aus dem Hintergrund heraus, dass es schon mal Zeiten gab, in denen ich mehrmals im Monat shoppen gegangen bin und dann auch einiges gekauft habe.

      Auf Leute, die Kleidung nähen können, bin ich immer sehr neidisch, ich habe selbst leider noch nicht mal eine Maschine. :) Manchmal bin ich erstaunt, wie teuer Stoffe doch sein können und dass man dabei scheinbar gar nicht so viel Geld spart.

  • Daniela sagt:

    Mir gehts anscheinend so wie vielen hier: besonders bewusst und ausschließlich bei Öko Labels kaufe ich nicht. Ich gehe in „normale“ Geschäfte, die meistens zu irgendwelchen Ketten gehören. Aber eigentlich immer nur dann, wenn ich wirklich etwas brauche. Einkaufen gehen schiebe ich meistens sehr lange vor mir her, bis ich dann ein paar Teile brauche. Mit einem klaren Ziel im Kopf erliegt man, meiner Erfahrung nach, viel seltener Versuchungen.

    Sich hin und wieder doch mal ein Teil mitzunehmen, dass einem so gut gefällt finde ich auch nicht verwerflich. Die Masse machts einfach. Es ist ein Unterschied, ob das einmal in drei/vier Monaten passiert oder allle vierzehn Tage, weil man so oft Shoppen geht.

    Second-Hand kaufe ich gerne, wenn etwas gefällt und ich das unbedingt haben möchte. Gehe allerdings auch nicht besonders oft in Second Hand Shops. Ich trage auch gerne die abgelegten Klamotten von Freundinnen „nach“. Es kann ganz praktisch sein, wenn man etwas kleiner und schmäler gebaut ist, da kriegt man dann oft die eingelaufenen Kleider geschenkt 😉

    Liebe Grüße, Daniela

  • Sabrina sagt:

    Ja, ich sehe das ähnlich. Der Einzelkauf ist nicht direkt das Problem. :)

    @alle: Leider kommen meine Antworten ein wenig spät, ich war jetzt fast zwei Wochen im Urlaub. Entschuldigt bitte!

  • Anni sagt:

    Seit Wochen will ich hier schon meinen Kommentar hinterlassen, denn ich finde deinen Artikel großartig! Er fasst wunderbar zusammen, was ich auch denke. Und deine zusammengefassten Tipps finde ich auch total gut.
    Ich versuche auch möglichst viel Second Hand zu bekommen, aber ab und an geh ich auch gerne mal shoppen. Aber dann eben nicht KAUFRAUSCH und mit Tütenweise Zeug sondern das was ich brauche. Das scheint vielen wirklich schwer zu fallen. Und ich mag es nicht, dass es immer dieses ganz oder gar nicht denken bei vielen gibt, dass man sich dann rechtfertigen muss wenn man mal was ‚normal‘ gekauft hat.
    Ein schöner Blog ist http://www.the3rdvoice.net, obwohl der mittlerweile auch kommerzieller geworden ist, aber die ist auch eine der wenigen die viel auf Flohmärkten und so einkauft.
    Ich werd da demnächst auch nochmal was zu bloggen, dein Post hat mich ermutigt das Thema nochmal anzusprechen :)

    • Simsalabim sagt:

      Oh, es macht mich gerade sehr fröhlich, dass du das noch mal ansprechen wirst! Toll. Mir liegt das sehr am Herzen. :) Dann achte ich mal darauf, den Beitrag mitzukriegen.

      Ich danke dir auch für den Link, gleich mal auschecken.

      • rotkopfchen sagt:

        Fast ein Jahr später habe ich es endlich geschafft, auch mal einen Beitrag zu dem Thema zu machen, mehr werden hoffentlich folgen :) Du bist auch verlinkt, denn dein Post ist immernoch einer der besten den ich bisher gelesen habe. Dankeschön dafür :)

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