Linktipps, gesellschaftskritisch.

In der letzten Zeit habe ich mal wieder ein paar Links gesammelt. Es ergab sich, dass sie alle kritische Fragen aufwerfen oder uns Missstände zeigen. Also nenne ich diese Linktipps gesellschaftskritisch, spare mir jede weitere Vorrede und hoffe, dass ihr hier dazulernt, etwas damit anfangen könnt oder euch wiederfindet.

Linktipps

  • Lebensmittelverschwendung ist eine besonders eklige Konsequenz einer Gesellschaft, in der viele im Überfluss leben. Das betrifft natürlich auch Fleisch. Viele tote Tiere landen im Müll. Andere in Kunststoffen oder Textilien. Viele Hintergrundinfos dazu liefert das neue Fleischatlas-Extra der Böll-Stiftung. Das sind so diese Fakten, bei denen ich mich ein wenig schäme, ein Mensch zu sein. Informiert euch und macht’s vielleicht auch besser, hier gibt es gut aufbereitete Infos. Wer nicht lesen will, kann auch nur die Grafiken ansehen, die für sich sprechen.
    Fleischatlas-Extra der Böll-Stiftung
  • Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Viele Menschen wollen angesichts des herzerwärmenden Fests anderen etwas abgeben. Eigentlich ja eine gute Idee. Manchmal ist gut aber das Gegenteil von gut gemeint, leider. Ich empfehle hier mal einen Artikel aus dem letzten Jahr, den ich immer noch wichtig finde, in dem einige Probleme beim Spenden mal ein wenig auseinander genommen werden. Es gibt da nämlich auch kritische Aspekte, bei Projekten, die erstmal harmlos bis süß klingen. Eine der Interviewpartner*innen merkt beispielsweise an: Ich finde es schwierig, wenn Menschen entscheiden, was andere brauchen.
    Ich find’s gut, sich darüber Gedanken zu machen. (Ja, leider ist das Leben kompliziert. Sogar auch beim Spenden.)
    Jetzt.de – Was hilft wirklich
  • Diskussionen darüber, wie viel Konsumkritik man anderen zumuten sollte, sind ein ganz ganz alter Hut in den Kreisen, in denen ich so unterwegs bin. Was ich dabei beobachte: Leute stellen ihre eigenen Themen (Vegetarismus z.B.) in den Vordergrund und meinen, die müssten jetzt für andere, die vielleicht an ebenfalls wichtigen Themen gerade dran sind, auch die wichtigsten sein. Ich bin da immer irgendwie unentschieden und zwischen den Stühlen. Ich finde Konsumkritik gut, aber ich finde es auch wichtig, zu verstehen, in was für einer Welt und was für einem Wirtschaftssystem wir eigentlich leben, dass so viel Leid an unseren Waren hängen kann. Gedanken zum Konsumkritik und Bloggen jedenfalls findet ihr bei Melissa, aka Gourmandises Végétariennes.

    „‚Darf‘ ich bestimmtes Konsumverhalten nicht kritisieren, weil ich selbst kein perfekter Mensch bin? Weil ich sonst Gefahr laufe, dass sich jemand sofort angegriffen von mir fühlen könnte oder weil nur „perfekte“ Menschen Kritik üben dürfen? Wer darf denn dann überhaupt noch Missstände kritisieren und unangenehme Themen ansprechen? Niemand, oder?

    Wenn sich niemand traut, auf Missstände aufmerksam zu machen, weil man selbst nicht völlig perfekt konsumiert, ist auch niemandem geholfen. Ich nehme es lieber in Kauf, ein paar Leuten vor den Kopf zu stoßen, um andere Leser zu erreichen und sie auf Problematiken aufmerksam zu machen (…) Es mag sein, dass ich damit den ein oder anderen von meinem Blog vertreibe, allerdings hat es Micha neulich schön ausgedrückt, Foodbloggen sollte nicht nur „Schönwetterbloggerei“ sein.“
    Gourmandises Végétariennes – Zum Wochenende
  • Wie werde ich Cellulite los? Riotschminke erklärt’s.

Damit beende ich die Linktipps, denn dieses Video ist ein schöner Abschluss. Genießt eure Lebkuchen und lasst euch nicht von der Weihnachtshektik anstecken. :) Happy Monday!

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