Ein Herbstessen: Zimtpflaumen.
,,Nach Omas Rezept“ – diese Lobpreisung, die irgendwie davon ausgeht, dass das Essen früher leckerer war und alle Großmütter kochen können, ist ja häufig eher ein Marketingtrick als wirkliche Familienliebe. Bei diesen schmackhaften Zimtpflaumen kann ich allerdings wahrheitsgemäß damit angeben, dass ich meine Oma anrief, um mir von ihr das Rezept diktieren zu lassen.
Die unleserlichen Kritzeleien, die ich dann nach dem Telephonat auf einem Schmierzettel wiederfand, waren allerdings wenig aussagekräftig und so habe ich mir das Vorgehen irgendwie zusammengereimt. Das hat den Zimtpflaumen jedoch nicht geschadet, vielmehr sind sie ganz hervorragend gelungen und ich bin meiner Mission, saisonaler zu kochen, wieder ein Stückchen näher.
Außerdem ist Zimt das beste Gewürz auf der ganzen Welt und alles mit Zimt schmeckt gut, also lasst euch diese tollen Pflaumen nicht entgehen! :)
(Für die, die jetzt Hunger auf Pflaumen haben und nicht wissen, woher sie gute Pflaumen bekommen können, habe ich übrigens drei Möglichkeiten vorgestellt.:))
Zimtpflaumen

Zutaten für die Zimtpflaumen

  • 750g Pflaumen (mit Stein gewogen)
  • 1 gehäufter EL Zimt
  • 50g Rohrohrzucker
  • 250 ml Wasser
  • der Saft einer halben Zitrone

Zubereitung

Die Pflaumen waschen und jeweils den Stein herausschneiden. Anschließend in Streifen schneiden.

Den Zucker in einem Topf nicht zu heiß erhitzen und umrühren bis er karamellisiert. Sobald sich eine flüssige Masse im Topf befindet, die Pflaumenstreifen dazu geben. Alles zwei Minuten lang umrühren. Anschließend Wasser und Zitronensaft hinzugeben, den Topfdeckel schließen und etwa acht Minuten kochen lassen. Fertig!
(Achtung: Da nicht besonders viel Zucker benutzt wurde und ich mich mit einkochen nicht auskenne, kann ich gerade nicht dafür garantieren, dass die Pflaumen bis zur nächsten Saison haltbar sind. Also lieber eine kleinere Menge zubereiten und innerhalb einiger Tage verbrauchen. Für alles, was danach passiert, übernehme ich keine Gewähr…)
Ein Herbstessen nach Omas Anleitung: Zimtpflaumen.
Ich finde die Pflaumen lecker. Ein regionales und saisonales Rezept mehr in meinem Repertoire! Sie sind nicht so süß, das gefällt mir gut. Ich könnte mir vorstellen, dass es manchen nicht süß genug ist, aber da kann man ja nach Geschmack nachsüßen oder die Zuckermenge selbst anpassen. Umgekehrt geht das nicht.

Womit schmecken die Zimtpflaumen?

  • Zimtpflaumen sind eine hervorragende Gelegenheit, mal wieder Milchreis zu machen. Einfach Pflanzenmilch benutzen, funktioniert super und ist lecker.
  • kurz erwärmt mit Vanilleeis <3 (oder anderem Eis)
  • zu Griessbrei.
  • auf Waffeln
  • als Füllung in süßen Crepes

Blogaktion

Saisonale Liebe. Blogaktion.

Auf buntes veganes Leben gibt es eine Geburtstagsaktion mit saisonalen Rezepten. Ich nehme mit diesem Beitrag teil. Vielleicht habt ihr ja auch Lust, noch etwas dazu zu kochen oder euch später inspirieren zu lassen? Dann schaut euch doch die Aktion an.

Was kann ich sonst noch so mit Pflaumen machen? Womit könntet ihr euch die Zimtpflaumen vorstellen? Ich freue mich über Anregungen und Tipps und wünsche allen, die es nachkochen, einen guten Appetit. :)

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6 Kommentare

  • Natalie sagt:

    Was für ein feines Rezept, das deine Omi dir da gegeben hat. Ich musst bei deiner Einleitung schmunzeln, weil ich mir von meiner Großmutter auch regelmäßig Rezepte geben lasse. Das mit dem Marketing stimmt aber auch, es wird vieles ziemlich nostaligisiert. So ein echtes Familienrezept ist aber toll! :) Danke fürs Teilen, ich mache es sicherlich nach.

    Alles Liebe
    Natalie

    • Sabrina sagt:

      Ja, das stimmt, ich mag Familienrezepte eigentlich auch. (So lange sie nicht von Dr. Oetker sind. :D)

      Es freut mich, dass es dir gefällt, dann viel Spaß beim Nachmachen und liebe Grüße. :)

  • Miri sagt:

    Vielen Dank für das leckere Rezept nach Großmutters Art. Vielleicht ist das „nach Omas Rezept“ auch einfach ein besonderes Prädikat, weil viele Omas lange Erfahrung darin haben, was wem gut schmeckt. Deine Zimtpflaumen schmecken bestimmt genial zu Kaiserschmarrn, oder?

    Liebe Grüße,
    Miri

    • Sabrina sagt:

      Hallo.
      Das kann tatsächlich sein, wer 50 Jahre lang Familien bekochen muss, der kennt sich wahrscheinlich mit allen Essensabneigungen aus und hat da viel Erfahrung entwickelt. Schlauer Gedanke. :)

      Auf die Idee mit Kaiserschmarrn bin ich noch gar nicht gekommen, aber das kann ich mir sehr gut vorstellen. Probier’s doch einfach mal. :)

      Liebe Grüße,
      Sabrina.

  • Miri sagt:

    Leider weiß ich nicht, wo ich dieses Jahr die Zwetschgen hernehmen soll. Denn ähnlich wie den Kirschbäumen hat der Frostspanner ihnen im Frühling so sehr zugesetzt, dass sie fast gar nichts tragen :-(

    Wenigstens bei den Äpfeln, Birnen und Quitten sieht es nach einer guten Ernte aus. Für die leckeren Zimtpflaumen werde ich wohl auf die nächste Saison hoffen müssen…

    • Sab sagt:

      Oh, das ist ja schade. :/
      Andererseits kannst du dich grundsätzlich über die Möglichkeit freuen, dass du die Bäume hast. Und du kannst Pflaumen kaufen.
      (Oder Geduld haben. So ist das wohl bei Selbstversorgung. Aber Kirschen sind ja auch lecker. :))

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