Eis im Winter
Dieses Rezept ist quasi antisaisonal: Weder die Himbeeren noch Eis an sich haben etwas mit dem Februar zu tun. Ich bin einfach keine besonders saisonale Esserin, das merke ich immer wieder. Mein Körper achtet gar nicht auf die Jahreszeiten, wenn er plötzlich auf irgendetwas Hunger bekommt. Und heute verlangte er eben nach Himbeereis.
Je mehr Unistress, desto mehr Süßigkeiten. Je mehr Schreibblockade, desto größere Portionen. Je näher die Deadline, desto aufwendigere Koch- und Backaktionen. Ich erkenne da gewisse Muster. :)
Dieses leckere Eis, das sich übrigens ohne Eismaschine herstellen lässt, ist aber zum Glück noch gar nicht so aufwendig (muss meine Bachelorarbeit ja auch erst in sechs Wochen abgeben :D) und trotzdem sehr lecker.
Und Eis geht ja sowieso immer und Himbeeren eigentlich auch…
125 g Natur-Sojajoghurt
ca. 80 g Tiefkühlhimbeeren
2 El Silan*
1/3 Vanilleschote
Ein paar Stunden oder eine Nacht bevor das Eis gegessen werden soll, muss der Joghurt eingefroren werden. Dazu in einer großen Schüssel oder einer anderen gefriergeeigneten Form (ich habe einfach eine Brotdose genommen) den Joghurt gleichmäßig auf dem Boden verteilen.
Die Joghurtschicht, die den Boden bedeckt, sollte nicht zu dick sein, vielleicht so 1 – 2 cm. Das ist wichtig. Deswegen darauf achten, dass die Form/Dose groß genug ist.
Wenn der Joghurt durchgefroren ist, muss er irgendwie aus der Form heraus. Am besten fünf Minuten warten und dann über Kopf über einen Teller stellen, bei mir ist er dann als Platte herausgefallen. Eventuell könnt ihr mit etwas warmem Wasser nachhelfen.
Diese feste Joghurtplatte sollte nun in Stücke zerschlagen oder zerbrochen werden, damit der Standmixer, der gleich zum Einsatz kommen wird, sie besser in ihre Einzelteile zerlegen kann. Die Stücke sollten in etwa so groß wie Schokoladenstücke sein.
Diese Stücke nun in den Behälter des Standmixers füllen. (Ihr könnte natürlich auch einen Stabmixer benutzen.) Die Himbeeren, Silan und das Mark einer drittel Vanilleschote hinzufügen und voller Geduld so lange mixen, bis sich alles miteinander vermischt. Das kann dauern.
Fertig ist das Eis, wenn eine cremige Konsistenz erreicht ist. Es schmeckt wirklich sehr gut! :) Dieses Rezept ergibt zwei kleine Portionen. (Oder eine große für eishungrige Menschen.)
Wohl bekomm’s!

*Silan ist eine Art Dattelmelasse, die anscheinend in türkischen Läden als Hurma Pekmezi erhältlich ist. Jedes andere flüssige Süßungsmittel (Ahornsirup, Agavensaft etc.) dürfte aber ebenso geeignet sein. Nur mit festem Zucker wäre ich vorsichtig, weil die Masse dann evtl. für den Mixer zu fest ist.

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