Schokobrot is the new Christstollen
Eigentlich wollte ich mich dieses Jahr nicht so intensiv mit Weihnachten befassen und in Ruhe meine Bachelorarbeit schreiben. Doch plötzlich, wahrscheinlich beeinflusst von den vier (!!) Weihnachtsmärkten, an denen ich inzwischen schon auf meinen täglichen Wegen vorbeigehen und süße Gerüche wahrnehmen musste, hatte sich eine Erinnerung in meinem Kopf festgesetzt: Schoko-Nuss-Brote! Die hat meine Mutter früher oft in der Adventszeit gebacken und ich habe sie immer  so sehr geliebt wie ich Christstollen verabscheut habe. (Rosinenhasserin.) Also habe ich eine vegane Version gebacken, die zumindest mir ganz vorzüglich mundet.
200 g gemahlene Haselnüsse
280 g Vollkornmehl
100 g Zartbitterschokolade
120 g Zucker
2 Packungen / 3 EL Vanillezucker
1 1/2 TL Backpulver
6 TL 3-Pauly-Eiersatz (s.u.)
140 ml Wasser
Puderzucker
1/2 Zitrone
[Zum Thema Eiersatz: Ich bin kein Fan von schwer zu beschaffenden Zutaten. Meine Packung Eiersatz, die ich einmal zum Test gekauft hatte, will ich nun aber auch verbrauchen und habe sie deswegen hier verwendet. Als Alternative würde ich den Ersatz durch Sojamehl oder einfach nur Flüssigkeit austauschen. Ich kann mir vorstellen, dass es funktioniert, kann dann aber für nichts garantieren.]
Zuerst den Backofen auf 200° stellen, damit er schon mal warm wird.
Den Eiersatz mit dem Wasser schaumig schlagen und dabei die Packungsanweisungen beachten. Anschließend den Zucker und Vanillezucker mit einrühren. Das Mehl, das Backpulver und die gemahlenen Nüsse separat gut miteinander vermischen und dann in die Zuckermasse einrühren. Die Schokolade in kleine Stücke zerbrechen, diese am besten noch mal hacken. Dazu müssen die Stücke entweder in einem Mörser zerhackt werden, oder aber, wenn keine Mörser vorhanden ist, in einem (verschlossenen) Gefrierbeutel mit einem Hammer bearbeitet werden. Die entstandenen kleinen Schokostückchen nun in den Teig rühren. Dieser sollte nun eine krümelige, recht trockene Konsistenz haben.
Aus dem Teig drei bis vier kleine Brotlaibe formen, die nun bei 200° zwanzig Minuten gebacken werden.
Während die gebackenen Brote ein wenig auskühlen, wird der Zuckerguss zubereitet. Dazu wird die Zitrone über einem Sieb, das die Kerne auffängt, ausgepresst. (Das geht auch ohne Zitronenpresse mit den Händen.) Der Zitronensaft wird dann mit einigen Löffeln Puderzucker zu einem dünnflüssigen Guss verrührt, der zuletzt über die Brote gestrichen wird.

Trocknen lassen und Brotzeit machen! :) Die Brote sind innen saftig und etwas krümelig. Das sind die Originale mit Ei und ohne Vollkorn auch, also ist es für mich kein Manko. Guten Appetit.

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