Birnenchutney
Vor zwei Jahren wusste ich noch nicht, was ein Chutney ist. Als es mir jemand erklärt hat, fand ich es komisch. Vor einem Jahr fand ich die Kombination süß/herzhaft eklig. Ich hätte sie nie im Leben probiert. Heute hat sich mein Geschmack gewandelt und erweitert und es stimmt mich fröhlich, dass ich noch viele Lebensmittelkreationen neu entdecken kann, die ich vor kurzer Zeit nicht mal mit der Kneifzange angefasst hätte. So zum Beispiel dieses Birnenchutney.
Birnenchutney (Bild mit Birne, Datteln, Chilischote und gestempelten Buchstaben)
Alle Rezepte, die ich online finden konnte, enthalten mehrere Zutaten, meist Gewürze, die ich nicht im Hause hatte und die mir teilweise noch nicht einmal dem Namen nach bekannt waren. Schon mal etwas von Asafoetida gehört? Nein? Macht nichts, ich auch nicht. Meine Version eines Birnenchutneys ist also für alle diejenigen unter uns geeignet, die nicht in ihrem eigenen gut sortierten Gewürzladen leben, sondern vielleicht nur ein kleines Regal mit ein paar Gläsern haben und trotzdem manchmal würzig-scharf essen wollen.
Meine Mengenangaben ergeben eine kleine Portion für eine einziges Essen als Beilage/Sauce. Falls es auf Vorrat eingemacht werden soll, würde ich die Menge mindestens verdreifachen.
1 Birne
3 Datteln
1/3 Chilischote
140 ml Wasser
1,5 TL gemahlener Ingwer
1 EL Agavendicksaft (alternativ Rohrzucker)
1 Prise Salz
Zuerst die Birne waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Diese dann in einem kleinen Topf erwärmen. Die Dattelkerne aus den Datteln nehmen und die Datteln so gut es eben geht, klein schneiden. Zu der Birne in den Topf tun. Das Drittel der Chilischote klein hacken und ebenfalls in den Topf geben. Nun alles gut wenden und ein paar Minuten bei mittlerer bis hoher Temperatur braten. Anschließend mit Wasser übergießen.
Anschließend anderen Zutaten hinzufügen und gut umrühren. Jetzt muss der Topfinhalt mindestens 30 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln, je nach gewünschter Konsistenz auch länger. (Ich mag es eher stückig, da haben mir 30 Minuten gereicht.) Und dann ist das Chutney auch schon fertig, mir hat es zu Reis uns Samosas sehr gut geschmeckt. :)
Übrigens, über Asafoetida, für die Allgemeinbildung: Teufelsdreck, höchst verlockend auch als Stinkasant bezeichnet, wurde sowohl von den Römern als auch von indischen Brahmanen verwendet. Als Gewürz gilt er als verdauuungsfördernd und magenberuhigens, als Räucherdroge soll er ein Aphrodisiakum sein. (Nachgelesen auf Wikipedia und Gewürzkarawane.de.)
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